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Gewalt in der Pflege: Tipps zur Prävention

Gewalt in der Pflege

In allen Lebensbereichen, in denen Menschen aufeinander treffen, kann es zu Konflikten, Problemen und sogar zu Gewalt kommen. Die Pflege bildet hier leider keine Ausnahme. Da Senioren und Pflegebedürftige in der Regel körperliche Schwächen vorweisen oder nicht mehr klar kommunizieren können, sind sie besonders gefährdet. Opfer von Gewalt können jedoch auch pflegende Angehörige oder Pflegekräfte werden. Das Verhältnis zwischen Pflegebedürftigen und Pflegenden ist speziell. Für die eine Seite ist es nicht leicht, sich damit anzufreunden, auf Hilfe angewiesen zu sein. Auf der anderen Seite können Pflegende schnell überfordert werden, wenn sie einfach zu viel zu tun haben und keine Zeit für Ruhepausen bleibt. Es gibt viele Situationen mit Konfliktpotenzial in der Pflege, die in Aggressivität ausarten können. Diese Thematik darf jedoch kein Tabu sein. 

Gewalt in der Pflege gehört zu den gesellschaftlichen Problemen und kann alle an der Versorgung, Betreuung und Pflege beteiligten Personen betreffen. In Pflegebereichen treten verschiedene Formen der Gewalt auf, die jedoch allesamt sowohl die Gesundheit als auch die Lebensqualität in Mitleidenschaft ziehen. Oft zeigt sich Gewalt in der Pflege nicht auf den ersten Blick, da sie im Verborgenen stattfindet. Deshalb ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen und das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen. 

Überblick

Das Wichtigste im Überblick

  • alte und pflegebedürftige Menschen benötigen einen besonderen Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung
  • zu Gewalt in der Pflege kann es auf allen Seiten kommen
  • Gewalt bedeutet nicht immer körperliche Gewalt, sondern auch Anschreien, Nötigen, Hilfe verweigern oder sich selbst überlassen
  • Erkrankungen wie Demenz können die Persönlichkeit verändern, was aber keine Erlaubnis oder Entschuldigung für Aggressivität darstellt
  • jeder Mensch kann und sollte lernen, wie konstruktiv mit natürlichen Reaktionen wie Stress, Enttäuschung, Ungeduld oder Wut umgegangen wird
  • regelmäßige Entlastung und Entspannung ist wichtig, um die Herausforderungen des Pflegealltages bewältigen zu können

Wo fängt Gewalt in der Pflege an?

Gewalt in der Pflege ist komplex und hat viele Facetten. Sie fängt nicht erst beim Schlagen oder Treten an, sondern kann sich auch durch Gesten, Worte oder auf andere Weisen zeigen. Von Gewalt in der Pflege bekommt die Öffentlichkeit nur wenig mit, da sie oft verschwiegen wird und im Verborgenen stattfindet. Dabei ist sie nicht immer bösartig oder mutwillig, sondern kann auch unbewusst oder aus Versehen ausgeübt werden. Zudem empfindet jeder Gewalt anders und schätzt demnach auch Anzeichen unterschiedlich ein. All dies hängt von der individuellen Wahrnehmung sowie von gesellschaftlichen Werten oder sozialen und kulturellen Einflüssen ab. Aus diesem Grund wird Gewalt in der Pflege oft nicht als solche bemerkt, erkannt und ernstgenommen. 

Alle an der Versorgung beteiligten Personen können von Gewalt betroffen sein oder Gewalt ausüben. Sie muss sich nicht immer von einer Person gegen eine andere richten, sondern kann sich auf eine Situation beziehen oder übergreifend auftreten. Auslöser und Ursachen können die unterschiedlichsten zwischenmenschlichen, prozessualen, strukturellen oder kulturellen Faktoren sein.

Wie äußert sich Gewalt in der Pflege?

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert Gewalt gegenüber älteren Menschen als einmalige oder aber wiederholte Handlung oder das Unterlassen angemessener Reaktionen innerhalb einer Vertrauensbeziehung, wodurch älteren Personen Leid oder Schaden zugefügt wird. 

Detaillierter erklärt die ZQP (Deutsche Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege) wie sich Gewalt in der Pflege gegenüber Pflegebedürftigen äußert und teilt diese in folgende Formen auf:

  • Körperliche Gewalt
  • Psychische Gewalt
  • Vernachlässigung
  • Finanzielle bzw. wirtschaftliche Ausbeutung
  • Intime Übergriffe

Körperliche Gewalt

  • Schläge, Tritte, Kniffe, Schubser
  • grobes Anfassen, ruckartiges Bewegen, besonders festes Kämmen
  • absichtliche unbequeme Lagerung beim Hinlegen oder Hinsetzen
  • Grundpflege mit zu heißem oder zu kaltem Wasser
  • zur Nahrungsaufnahme zwingen oder zu schnell füttern
  • Verweigerung von Essen und Trinken
  • Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen durch Gitter oder Gurte aus Bequemlichkeit
  • Ruhigstellung durch nicht verordnete Medikamente
  • Brille, Prothese, Rollator, Gehstock oder andere Hilfsmittel verstecken oder wegnehmen

Psychische Gewalt

  • Anschreien, Babysprache, lustig machen oder andere Formen der unangemessenen Ansprache
  • Wünsche und Bedürfnisse nicht ernst nehmen
  • Ignoranz oder Hinauszögerung der Erfüllung von Wünschen und Bedürfnissen
  • nicht zu Wort kommen oder ausreden lassen
  • Verweigerung der Privatsphäre durch unangekündigtes Betreten des Zimmers
  • Verweigerung des Blickkontakts
  • Missachtung religiöser Vorschriften

Vernachlässigung

  • Verweigerung oder schlechte Ausführung der Körperpflege
  • Mangelhafte Pflege oder Wundversorgung
  • Verweigerung des Bewegungsbedürfnisses
  • bewusst unangemessene oder falsche Kleidungswahl
  • Ignoranz von Gefahren, fehlende Beaufsichtigung
  • auf Hilfe warten lassen
  • Vorenthalten von Hilfsmitteln

Dass Schläge zu den bekanntesten Formen der körperlichen Gewalt gehören, weiß jeder. Über diese und andere Taten der körperlichen Gewalt hinaus lastet aber auch die psychische Gewalt sehr schwer auf Körper und Geist. Wer alte oder pflegebedürftige Menschen finanziell ausnutzt oder aber beispielsweise durch das Erzwingen von sexuellen Kontakten ihre Intimsphäre verletzt, wendet ebenfalls Gewalt an. 

Nicht immer sind es die Pflegenden, die Gewalt anwenden. Auch Pflegebedürftige können gegenüber Pflegepersonen oder beispielsweise anderen Heimbewohnern gewalttätig werden. Aggressionen können sich aufschaukeln, sodass auf den ersten Blick gar nicht ausgemacht werden kann, wer überhaupt Opfer und wer Täter ist. Es ist also nicht leicht, Gewalt sofort zu erkennen und Wege zu finden, sie zu vermeiden.

Gibt es Erkennungszeichen für Gewalt in der Pflege?

Grundsätzlich weisen zwei Arten auf Gewalt in der Pflege hin – äußere Anzeigen und Verhaltensveränderungen.

Folgende Anzeichen können auf gewaltvolle Erfahrungen hinweisen:

  • Platzwunden, Abschürfungen, Kratzer oder blaue Flecken auf der Haut
  • Hinweise von sexuellem Missbrauch durch Verletzungen oder Rötungen im Intimbereich
  • Hautabdrücke, beispielsweise durch Gürtel, Schnallen oder Seile
  • Fehlernährung, Unterernährung, Flüssigkeitsmangel
  • Hygienemängel
  • unsaubere Umgebung, schmutzige und kaputte Kleidung, Verwahrlosung
  • Mängel in der medizinischen Versorgung
  • medikamentös herbeigeführte Benommenheit
  • Verschwinden von Wertgegenständen wie Schmuck oder Geld

Folgende Verhaltensänderungen bei pflegebedürftigen Menschen können auf Gewalterfahrungen hindeuten:

  • nicht auf eine Krankheit zurückzuführende Verhaltensveränderungen wie ungewöhnliche Scheuheit, Schreckhaftigkeit, Teilnahmslosigkeit, Verwirrtheit, Aggressivität oder Angst
  • ausgeprägte, aber ungewohnte Schlaflosigkeit
  • selbstverletzendes Verhalten

Erfahren Pflegepersonen im Rahmen der Pflege Gewalt, kann diese sich wie folgt äußern:

  • Auffallende Angespanntheit oder Fürsorglichkeit, verbunden mit einem ausgeprägten Kontrollbedürfnis gegenüber Pflegebedürftigen
  • Ablehnende oder widersprüchliche Reaktionen auf Fragen nach Vorkommnissen und Verletzungen
  • Bewusste Behandlung von körperlichen Verletzungen durch unterschiedliche Personen zur Vertuschung, verzögertes Aufsuchen von Ärzten und Kliniken

Ursachen für Gewalt in der Pflege

Der Pflegealltag ist für alle Beteiligten anstrengend. Es kann also sein, dass durch den ganzen Stress die Nerven blank liegen, was zu gewalttätigem Verhalten oder Handeln führen kann. 

Gewalt in der privaten, ambulanten oder stationären Pflege kann unterschiedliche Ursachen haben. Einige Menschen verstehen gar nicht, dass Ihr Verhalten als übergriffig oder unangemessen eingeschätzt wird, weil sie nie entsprechend sensibilisiert worden sind. In diesen Fällen geschieht Gewalt dann aus Unwissenheit und nicht als boshafte Absicht. 

In der Regel kommen mehrere Faktoren zusammen, die dann in dieser Kombination zu Gewalt führen. Eine häusliche Pflege stellt Pflegende vor große und belastende Herausforderungen, die unterschiedliche Gefühle wie Erschöpfung, Schlafmangel, Niedergeschlagenheit aber auch Ekel oder Scham hervorrufen können. Die Belastungen in der Pflege können negative Emotionen bis hin zu Aggressionen auslösen, die in Gewalt münden können. Besonders häufig gehört Überforderung zu den Ursachen für derartige Reaktionen. Es ist also besonders wichtig, dass sich Betroffene frühzeitig professionelle Hilfe suchen und sich entlasten lassen.

Bei Pflegenden können eigene Gewalterfahrungen das Risiko erhöhen, selbst Gewalt anzuwenden. Gesundheitliche Probleme und Suchterkrankungen lassen ebenfalls Hemmschwellen sinken, was übergriffiges Verhalten begünstigt. Das Gewaltpotenzial von Pflegenden kann auch durch finanzielle oder gesundheitliche Probleme steigen. 

Aber auch in stationären Pflegeeinrichtungen wie Alten- oder Pflegeheimen kommt es immer wieder zu Vorfällen mit Gewalt. Im deutschen Pflegesystem herrscht noch immer ein akuter Fachkräftemangel. Viele Pflegeberufe werden schlecht bezahlt, was sie unattraktiv macht. Aus diesem Grund beginnen nur wenige eine Ausbildung in der Pflege. Hinzu kommt, dass Pflegeberufe mental und körperlich anstrengend sind. Nicht selten resultiert hieraus eine Überlastung, die sich wiederum in aggressivem Verhalten und vielleicht sogar Gewalt äußert. Auch eine mangelhafte Pflegekompetenz, beispielsweise durch gar keine oder eine nur unzureichende Ausbildung, gehört zu den Ursachen für Gewalt in der Pflege.

Auch wenn Gewalt in der Pflege niemals entschuldigt werden darf: Psychische oder körperliche Gewalt kann auch versehentlich geschehen. Müssen Pflegende unter stetigem Zeitdruck arbeiten oder können Pflegebedürftige aufgrund einer Krankheit ihr eigenes Verhalten nicht mehr richtig einschätzen oder kontrollieren, will vermutlich niemand den anderen absichtlich verletzen. Für Opfer macht dies allerdings keinen Unterschied.

Folgen von Gewalt

Gewalt in der Pflege kann langfristige Folgen für alle Beteiligten haben. Je nach Gewaltform, Dauer und sonstigen Umständen leiden sowohl Körper und Seele als auch die Gesundheit darunter. Betroffene können sich kontinuierlich gestresst, hilflos, ängstlich oder verzweifelt fühlen. Derart starke Emotionen können ins Gegenteil umschlagen – also in Gegengewalt, was einen Teufelskreis darstellt. Dabei wird Gewalt mit Gewalt bekämpft, sodass die Rollen zwischen Opfer und Täter stetig wechseln.

In Pflegebeziehungen führen Gewalt und Aggressionen zum Verlust von Vertrauen und gegenseitigem Respekt. In Pflegeheimen und anderen Einrichtungen kann dies sogar Auswirkungen auf den ganzen Betrieb haben. Es leiden dann auch andere Bewohner und Pflegekräfte darunter, die gewalttätige Vorfälle beobachtet und nicht gemeldet haben. Das so entstehende schlechte Arbeitsklima trifft dann das ganze Umfeld.

Tipps zur Gewaltprävention in der Pflege

Um ein Gespür dafür zu bekommen, wann und in welcher Form sich Gewalt in der Pflege zeigen kann und was als Prävention dagegen unternommen werden sollte, sind Informationen notwendig. Pflegende Angehörige können sich dieses Wissen in Pflegekursen aneignen. Professionelle Pflegekräfte können an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. 

Generell müssen die Rahmenbedingungen der Pflegebranche insgesamt besser werden. Agieren Pflegende permanent an der Grenze zur Überforderung, ist das Risiko für Aggressionen deutlich höher als in einem entspannten Arbeitsklima. Pflegende Angehörige sollten deshalb unbedingt von Entlastungsleistungen wie Kurzzeitpflege, Tagespflege, Verhinderungspflege oder der auch von der SHD angebotenen stundenweisen Betreuung Gebrauch machen, damit sie zwischendurch selbst wieder Entlastung erfahren und Kraft tanken können. 

Besonders wichtig sind Entlastung und Austausch mit Gleichgesinnten dann, wenn Menschen mit Demenz gepflegt werden. Demenzerkrankungen gehen häufig mit Persönlichkeitsveränderungen einher, was für alle Beteiligten schwierig ist. Erkrankte sind hilflos und überfordert, weil sie die Kontrolle über sich selbst verlieren. Diese Gefühle können in Aggressionen umschlagen. Pflegende sollten sich detailliert über Demenzerkrankungen informieren, damit sie verbale Attacken oder Angriffe nicht persönlich nehmen. 

Im Akutfall

Ärgern, Wut und Gereiztheit sind normale Gefühle, die jeder ab und zu verspürt. Diese Emotionen gehören zu den natürlichen Schutzfunktionen, wobei gelernt werden muss, wie damit umgegangen wird. Im Idealfall führen sie nicht zu aggressivem Verhalten und Gewalt, sondern zu einer Veränderung der Situation. Hier können beispielsweise Entspannungsübungen helfen. Auch professionelle Hilfe zur Gewaltprävention sollte in Erwägung gezogen werden:

  • Wut und Ärger als Gefühle wahrnehmen, aber dennoch den Versuch unternehmen, ruhig zu bleiben.
  • Wenn möglich, den Auslöser der Situation verändern.
  • Kurz vor dem Gefühl des „Platzens“ den Raum verlassen und aktiv Entspannung suchen.

Wenn die andere Seite, also beispielsweise Pflegebedürftige, aggressiv werden:

  • Den Auslöser der Aggression herausfinden (Schmerzen, Angst, Hunger, Bedrohung, Scham) und nach Möglichkeit abstellen bzw. beseitigen.
  • Ruhe bewahren, Augenkontakt halten und mit klarer Stimme ansprechen.
  • Gegenstände, die Betroffene selbst oder andere verletzten könnten, außer Reichweite bringen.
  • Problemlösungsversuche durch Angebote wie Essen, Medikamente oder andere Umgebung.
  • Bei Bedarf auch professionelle Unterstützung zurückgreifen.

Auf langfristige Sicht

Kommt es im Pflegealltag immer wieder zu kritischen Situationen, muss darüber nachgedacht werden, etwas an der Grundsituation zu verändern.

Hierzu gehören Maßnahmen wie

  • das frühzeitige Bemerken von aufkeimenden Negativ-Gefühlen und Suche nach Auslösern
  • das Erkennen von Aggressions-Auslösern beim Gegenüber mit dem Vorschlag, gemeinsam an Fähigkeiten (Gleichgewichtsschulung, Inkontinenztraining) zu arbeiten
  • gemeinsame Gespräche, um kritische Situationen zukünftig zu vermeiden
  • Abgabe einzelner Pflegetätigkeiten, die zu Aggressions-Auslösern zählen, an Dritte
  • Nutzung von Entlastungsleistungen
  • Informationen über gewaltfreie Kommunikation 
  • Selbstfürsorge

Insbesondere der Bereich der Selbstfürsorge kommt bei vielen Pflegenden deutlich zu kurz. Pflegende Angehörige finden dafür kaum Zeit; sollten sie sich aber dringend nehmen. Jeder Mensch kann anderen Menschen nur helfen, wenn er selbst genug Kraft, Energie und Ressourcen hat. Wer nie etwas für sich selbst tut, brennt aus und bricht irgendwann zusammen. Wenn alle Stricke reißen, muss ein Teil der Pflege an andere abgegeben werden – auch wenn Pflegebedürftige es sich anders wünschen. Jeder hat das gute Recht, neben seiner Arbeit bzw. Pflegetätigkeit auch noch ein anderes Leben zu führen und Bedürfnisse zu befriedigen. Ganz im Gegenteil könnten Pflegebedürftige sogar dadurch gefährdet werden, wenn sich Pflegepersonen aufreiben und überfordern. Unmut und Unkonzentriertheit hat schon oft zu Fehlern geführt.

Welche Anlaufstellen gibt es?

In schwierigen Situationen kann ein kurzfristiger Austausch dabei helfen, Gewalt zu vermeiden. Gerade bei dieser Thematik fällt diese Hilfestellung leichter, wenn man sich anonym beraten lassen kann. Bei der psychologischen Onlineberatung Pflegen und Leben können pflegende Angehörige und Pflegende sowohl schriftlich als auch online von Beratungsmöglichkeiten Gebrauch machen. Die individuelle Unterstützung wird datensicher, kostenfrei und auf Wunsch auch anonym angeboten. 

Auch das Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums bietet unter der Telefonnummer 030 / 20179131 eine Hilfestellung an. Das Beratungsteam kann auch unter der E-Mail info@wege-zur-pflege.de kontaktiert werden. Nicht zuletzt hält die Stiftung ZQP verschiedene Krisentelefone auf ihrer Website bereit. 

Bevor der Bogen überspannt wird und Gewalt im Raum steht, sollten diese Hilfestellungen unbedingt genutzt werden. 

Fazit

Gewalt in der Pflege ist ein unangenehmes Thema, das aber nicht in der Grauzone bleiben darf. Jeder weiß oder hat schon einmal von Vorfällen in Pflegeeinrichtungen gehört oder gelesen, bei dem es zu Gewalt gegenüber älteren oder kranken Menschen gekommen ist. Viele pflegende Angehörige und Pflegekräfte könnten dazu noch eigene Geschichten beitragen, die sie selbst auf der anderen Seite erlebt haben. Was geschieht, wenn Pflegebedürftige die Pflege verweigern, ähnelt dieser Thematik. Gewalt in der Pflege gibt es nämlich auf beiden Seiten. In der Regel ist es im Pflegealltag jedoch so, dass die alten und kranken Menschen aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit eher zu den Opfern gehören, weil sie aufgrund ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit unterlegen sind und sich nicht wehren können. 

Die Thematik sollte in der Öffentlichkeit mehr diskutiert werden, damit Informationen und wertvolle Hilfestellungen zur Prävention einen höheren Bekanntheitsgrad erlangen. Das gehört u.a. zu den Gründen, warum bei der SHD Seniorenhilfe Dortmund so gründlich vor Beginn einer jeden 24 Stunden Betreuung die aktuelle Situation genau analysiert wird. Das Team der SHD hat jahrelange Erfahrungen damit, Situationen mit Konfliktpotenzial zu erkennen und geeignete Betreuungskräfte auszuwählen. Die Pflege- und Betreuungskräfte der SHD haben Erfahrung im Umgang mit schwierigen Situationen und wissen, wie sie gewaltfrei und friedlich damit umgehen müssen.

Welche Vorteile die 24 Stunden Betreuung der SHD noch für Sie bereithält, erklären wir Ihnen gerne. Treten Sie einfach zu uns in Kontakt!