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Demographischer Wandel verändert die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft

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Die Altersgruppe der über 67-Jährigen wächst bis 2030 um 27 Prozent, die der 80-Jährigen und Älteren um 43 Prozent gegenüber heute. Das stellt neue Ansprüche an Pflege und Betreuung älterer Menschen in Deutschland.

Der demographische Wandel bezeichnet eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. In Deutschland und vielen anderen Industrienationen zeigt sich der demographische Wandel durch eine Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung und durch eine Abnahme der Geburtenrate.

Dazu heißt es bei der Bundesregierung: „Die Gesamtbevölkerungszahl wird in Deutschland bis 2030 voraussichtlich in etwa auf dem Niveau von heute liegen, wobei sie zunächst noch weiter ansteigen, dann aber zurückgehen dürfte. Dagegen wird die Zahl der Erwerbsbevölkerung im Alter von 20 bis 66 Jahren in diesem Zeitraum um bis zu 3,5 Millionen abnehmen. Die Bevölkerungsalterung wird sich fortsetzen. Gegen Ende der 2020er-Jahre scheiden die ‚Babyboomer‘-Jahrgänge aus dem Berufsleben aus. Der Anteil der über 67-Jährigen gegenüber der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird sich dann vergrößern. Die Altersgruppe der über 67-Jährigen wächst bis 2030 um 27 Prozent, die der 80-Jährigen und Älteren um 43 Prozent gegenüber heute. Bis 2060 wird sich der demografische Wandel fortsetzen. Die Bevölkerungszahl könnte auf 73,1 Millionen zurückgehen.“

Mit zunehmendem Alter steigt jedoch auch das Risiko für Krankheiten und Gebrechen

„Der demographische Wandel hat verschiedene Auswirkungen, von denen die Steigerung der Pflegebedürftigkeit eine der prominentesten ist. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch auch das Risiko für Krankheiten und Gebrechen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, pflegebedürftig zu werden. Zugleich bedeutet der demographische Wandel, dass weniger junge Menschen vorhanden sind, die im Erwachsenenalter potenziell für die ältere Generation sorgen könnten. Dies führt zu einem Ungleichgewicht, bei dem immer weniger Erwerbstätige die Last der Pflege für eine wachsende Gruppe älterer Menschen tragen müssen. Zumal der medizinische Fortschritt dazu beiträgt, das Leben vieler Menschen zu verlängern, bedeutet dies nicht unbedingt, dass diese zusätzlichen Jahre immer in voller Gesundheit verbracht werden. Viele Menschen leben länger, benötigen aber aufgrund chronischer Erkrankungen oder degenerativer Zustände Pflege“, erklärt Stefan Lux.

Er ist Geschäftsführer der SHD Seniorenhilfe Dortmund und SHD Seniorenhilfe Rhein-Nahe, einem Spezialdienstleister für die Vermittlung von Kräften in der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft (www.shd-dortmund.de und www.shd-rhein-nahe.de). Das Unternehmen stellt an Rhein und Ruhr, in Westfalen und in der Region Rhein-Nahe für Senioren Betreuungskräfte für ein 24-Stunden-Konzept zur Verfügung. SHD ist auch als Dienstleister für Entlastungen im Alltag gemäß Sozialgesetzbuch anerkannt.

Mit steigender Pflegebedürftigkeit wächst auch der Bedarf an entsprechenden Betreuungskräften

Stefan Lux stellt auch heraus, dass sich auch die Familienstrukturen mehr und mehr ändern. Traditionell sei die Pflege älterer Menschen oft innerhalb der Familie sichergestellt worden. Doch mit Veränderungen in den Familienstrukturen (Trend zu kleineren Familien, höhere Mobilität, steigende berufliche Anforderungen) sei es für viele Familien schwieriger geworden, diese Rolle zu erfüllen. Dies erhöhe die Notwendigkeit, auf professionelle Pflege- und Betreuungseinrichtungen und -dienste zu setzen. „Das bedeutet: Mit steigender Pflegebedürftigkeit wächst auch der Bedarf an entsprechenden Betreuungskräften. Dies erfordert Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften, den Bau von Pflegeeinrichtungen und die weitere Entwicklung von Unterstützungsdiensten“, sagt Stefan Lux.

Betreuungskräfte in der Seniorenhilfe entlasten den Kunden und die Angehörigen ganz gezielt

Zusammenfassend lasse sich sagen, dass der demographische Wandel in Deutschland zu einer wachsenden Anzahl älterer Menschen führe, was wiederum die Pflegebedürftigkeit in der Bevölkerung erhöhe. Die damit verbundenen Herausforderungen beträfen nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen des Landes. Es sei daher wichtig, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Eine Lösung sei laut Stefan Lux eben Betreuung in häuslicher Gemeinschaft. Diese habe sich als relevantes Konzept etabliert.

„Aufgrund der sich abzeichnenden Entwicklung und des stabil bleibenden Wunsches vieler pflegebedürftiger Senioren, auch die letzte Etappe ihres Lebens in den eigenen vier Wänden verbringen zu können, ist diese Betreuung in häuslicher Gemeinschaft, auch als 24-Stunden-Betreuung bezeichnet, ein wesentlicher Bestandteil der Pflegezukunft in Deutschland. Betreuungskräfte in der Seniorenhilfe entlasten den Kunden und die Angehörigen ganz gezielt, indem sie ihnen das Leben erleichtern und dafür sorgen, dass alle wesentlichen Aufgaben im Alltag für den Senior erledigt werden“, betont SHD-Chef und Betreuungsexperte Stefan Lux.