in Aktuelles in der SHD
Gefahr Coronavirus

Liebe Kunden,

anlässlich der Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) mit einer besonderen Dynamik möchten wir Sie mit diesem Schreiben über die aktuelle Entwicklung speziell im Rahmen der Betreuung in häuslicher Gemeinschaft informieren.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, in dieser außergewöhnlichen Situation unsere Betreuungshaushalte zu versorgen. Die Sicherstellung einer Betreuungskraft bei unseren Bestandskunden hat für uns oberste Priorität.

Aktuell sind wir insbesondere mit diesen Herausforderungen konfrontiert:

  • In diesen Zeiten Bedarf es jeder Menge Überzeugungsarbeit sowie Beruhigung der Betreuungskräfte, damit sie zu den betreuungsbedürftigen Personen reisen.
  • Viele der zur Zeit anwesenden Betreuungskräfte in den Haushalten sind sehr verängstigt und möchten wieder zu ihren Familien nach Polen reisen.
  • Viele Transportunternehmen haben den Verkauf von Tickets für Tage und Wochen sowohl für die Reise nach Deutschland als auch für die Rückfahrt ausgesetzt. Dies erschwert die Nachbesetzung und macht Nachbesetzungen zum Teil gar unmöglich, wenn eine Betreuungskraft abreist. Zudem haben aufgrund der generellen Situation mit den Transportunternehmen die Betreuungskräfte bedenken, wann und wie sie dann wieder nach Hause kommen, weil eben nicht absehbar ist, wie sich die Situation weiter entwicklen wird.

Mit diesen genannten Herausforderungen geht einher, dass ein Wechsel der Betreuungskräfte sich durch Grenzschließungen*, Kontrollen, drohenden Quarantänen und insbesondere der Ansteckungsgefahr während der Reise zunehmend erschwert und risikobehaftet ist.

Zusammengefasst lässt sich festhalten:

Für unsere betreuungsbedürftigen Personen und Betreuungskräfte ist es am sichersten, wenn Betreuungswechsel vermieden werden und somit die anwesende Betreuungskraft so lange wie nur möglich vor Ort bleibt.

Anlässlich dieser Situation benötigen wir auch Ihre Unterstützung – insbesondere in Bezug auf eine gute Zusammenarbeit und Motivation der Betreuungskräfte bei Ihnen vor Ort!

Wie Sie uns unterstützen können, haben wir Ihnen im Folgenden aus den im Anhang zusammengefassten Verhaltens- und Hygieneempfehlungen einige wertvolle Tipps für den Betreuungsalltag abgeleitet, welche speziell im Umgang mit unseren betreuungsbedürftigen Personen von enormer Bedeutung sind, da eine Infektion im Wesentlichen bei älteren Personen, Immunschwachen und bei Patienten mit zahlreichen Vorerkrankungen zu schweren Verläufen führen kann.

  1. Soziale Kontakte einschränken, mögliche Treffen verschieben und insbesondere als Angehöriger auf Besuche der betreuungsbedürftigen Personen verzichten, sofern diese nicht zwingend erforderlich sind.
  2. Schützen Sie den Haushalt vor einer mögliche Infektionsübertragung, indem Sie beispielsweise Einkäufe durch einen Lieferdienst sicherstellen.
  3. Übernehmen Sie Besorgungsfahrten für die Betreuungskraft und die pflegebedürftige Person, um auch hier die betreuungsbedürftige Person und die Betreuungskraft vor einer Infektion zu schützen.
  4. Bleiben Sie mit Ihrer Betreuungskraft im Austausch und vereinbaren Sie beispielsweise Zeitpunkte für die Übergabe von Besorgungen. (Wann Stellen Sie den Einkauf vor der Tür ab?)
  5. Die Pflegebedürftigen, Angehörigen und die Betreuungskräfte sollen die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel meiden, ebenfalls wird von Besuchen von öffentlichen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen abgeraten.
  6. Wenn Mitarbeiter eines Pflegedienstes oder sonstige Besucher den Betreuungshaushalt betreten sollen unmittelbar nach Betreten der Wohnung die notwendigen Verhaltens- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden.
  7. Bitte behalten Sie Ruhe und lassen Sie keine Panik entstehen! Überzeugen auch Sie Ihre Betreuungskraft davon nicht abzureisen. Die häusliche Betreuungssituation bietet der Betreuungskraft einen besseren Schutz als derzeit die Benutzung von öffentlichen Transportmitteln.

Trotz aller besonderen Maßnahmen und Unterstützung müssen wir Sie aber auch darauf hinweisen, dass wir schon jetzt bei notwendigen Wechseln nicht mehr alle Präferenzen berücksichtigen können und Sie uns auch unterstützen, wenn auch eine Betreuungskraft mit geringeren Deutschkenntnissen akzeptiert wird. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung und neuer Maßnahmen seitens der einzelnen Regierungen bitten wir Sie dringend für den Fall einer Betreuungslücke einen Notfallplan für die Betreuung bereitzuhalten – schon jetzt sind vereinzelt Fälle aufgetreten!

Zuletzt möchten wir Sie nochmals darauf hinweisen, dass wir mit den Betreuungskräften in ständigem Austausch sind, auch was Verhaltens- und Hygieneempfehlungen betrifft. Wir bitten Sie, die Aufklärung uns zu überlassen und auf eigene Interpretationen gegenüber den Betreuungskräften zu verzichten.

Vertrauen Sie darauf, dass Sie sich mit SHD für einen starken und wichtigen Partner für die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft entschieden haben und wir für Sie als auch die Betreuungskraft zur Verfügung stehen.

In den nächsten Tagen werden wir mit Ihnen telefonisch Kontakt aufnehmen, um mit Ihnen über die Situation vor Ort zu sprechen.

Für alle sich ergebenden Fragen stehen Ihnen die gewohnten Ansprechpartner zur Verfügung.

In dieser Zeit wünschen wir Ihnen insbesondere viel Gesundheit und verbleiben mit den besten Grüßen,

Ihr SHD-Team

* Informationen zur aktuellen Situation bezüglich Grenzübertritt Deutschland Polen

Die seit Freitag kursierenden Informationen über die Grenzschließung Polen Deutschland haben zu Irritationen geführt. Die aktuelle Situation möchten wir nun kurz klarstellen.

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Einreise nach Polen seit Sonntag früh für nicht-polnische Staatsbürger nicht mehr möglich ist. Polnische Staatsbürger können aber jederzeit nach Polen einreisen, werden allerdings an der Grenze registriert und müssen für 14 Tage in häusliche Quarantäne.

Wichtig: Polnische Staatsbürger dürfen auch weiterhin nach Deutschland einreisen. (Sofern eine Transportmöglichkeit zur Verfügung steht – viele Fahrunternehmen bieten keine Fahrten mehr an)